Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars verzeichnet starken Besucherzuwachs und baut kulturelles Angebot deutlich aus
Jahresbilanz 2025 zeigt: Bibliothek etabliert sich zunehmend als lebendiger Kultur- und Begegnungsort
Die Bibliothek blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2025 zurück: Mit einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen und einem erheblich erweiterten Veranstaltungsprogramm konnte sie ihre Rolle als zentraler Kulturort und als Vermittlerin kulturellen Erbes weiter festigen.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 22.348 Besuche gezählt – ein Zuwachs von über 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der aktiven Entleihenden stieg deutlich um rund 41 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt nicht nur die intensive Nutzung der Bestände wider, sondern vor allem die gewachsene Bedeutung der Bibliothek als lebendiger Ort kultureller Teilhabe.
Ein wesentlicher Motor dieser positiven Entwicklung ist das deutlich ausgebaute kulturelle Angebot. Die Zahl der Ausstellungen wurde im Jahr 2025 verdoppelt, während die weiteren Veranstaltungen um fast 40 Prozent auf insgesamt 36 Termine anstiegen. Im Zentrum vieler dieser Formate steht die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe – sei es durch die Präsentation historischer Bestände, thematische Ausstellungen oder innovative Vermittlungsformate. Maßgeblich unterstützt wurde diese Arbeit durch erfolgreich eingeworbene Drittmittel in Höhe von 26.827 Euro, die gezielt für die Restaurierung und den Erhalt wertvoller Bestände eingesetzt werden und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des kulturellen Erbes leisten.
Diese Dynamik ist zugleich Ergebnis einer intensivierten Zusammenarbeit mit anderen Kulturträgern der Stadt, durch die neue Veranstaltungsformate und nachhaltige Kooperationen realisiert werden konnten. Auf diese Weise wird das kulturelle Erbe nicht nur bewahrt, sondern aktiv erschlossen und für ein breites Publikum zugänglich gemacht.
Neben klassischen Formaten setzt die Bibliothek mit der Fachstelle Büchereiarbeit zunehmend auf innovative und niedrigschwellige Angebote. Beispiele hierfür sind die Picknick-Lesungen im Domgarten, die auf großes Interesse stoßen und neue Zielgruppen ansprechen. Gerade solche Formate verbinden auf anschauliche Weise kulturelles Erbe mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Nachhaltigkeit und Gemeinschaft und erweitern damit das Profil der Bibliothek.
„Die Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass wir als Bibliothek weit mehr sind als ein Ort der Literaturversorgung“, sagt Bibliotheksdirektorin Dr. Alessandra Sorbello Staub. „Wir verstehen uns zunehmend als offener Kulturraum, der Menschen zusammenbringt, Impulse setzt und Raum für Begegnung schafft. Die Pflege und Vermittlung unseres kulturellen Erbes ist dabei ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit.“
Auch die Nutzung der Bestände entwickelte sich positiv: Die Ausleihen aus dem Gesamtbestand stiegen um gut 12 Prozent. Parallel dazu nahmen die Rechercheaktivitäten in den Online-Katalogen zu, was auf ein wachsendes Interesse an den Angeboten der Bibliothek hinweist. Die Zahl der registrierten Benutzer wuchs ebenfalls leicht. Besonders bemerkenswert ist dabei der Anstieg externer Nutzerinnen und Nutzer, der die zunehmende Öffnung der Bibliothek über den Kreis der Hochschulangehörigen hinaus unterstreicht.
Trotz eines deutlichen Rückgangs der Studierendenzahlen konnte die Bibliothek ihre Reichweite und Sichtbarkeit somit erheblich steigern. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Bibliothek nicht nur als Informationsinfrastruktur, sondern zunehmend auch als kultureller Treffpunkt, öffentlicher Raum und Ort der aktiven Vermittlung kulturellen Erbes an Bedeutung gewinnt. Für die kommenden Jahre plant die Bibliothek, diesen Weg konsequent fortzusetzen, Kooperationen weiter auszubauen und insbesondere ihre Rolle in der Pflege und Vermittlung des kulturellen Erbes nachhaltig zu stärken.