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Josef-Leinweber-Preis Der Preis erinnert an den bedeutenden Fuldaer Kirchengeschichtler, der 1992 im Alter von 52 Jahren verstarb. In einfachen Verhältnissen geboren, studierte Josef Leinweber in Fulda und München Katholische Theologie und wurde 1965 zum Priester geweiht. Sein kirchengeschichtliches Interesse weckte und förderte der damalige Inhaber des Fuldaer Lehrstuhls Ludwig Pralle. Im Wintersemester 1970/71 wurde seine von Hermann Tüchle in München betreute Dissertation "Das Hochstift Fulda vor der Reformation" angenommen und 1972 in den "Quellen und Abhandlungen zur Geschichte der Abtei und Diözese Fulda" als Band 22 veröffentlicht. Auch heute noch beeindruckt diese Arbeit durch ihre umfassende Quellenkenntnis und kritisch-sachliche Darstellung. 1975 schloss Josef Leinweber seine bei Walter Brandmüller in Augsburg angefertigte Habilitationsschrift ab. Sie handelt von den französischen Provinzialsynoden zwischen dem Konzil von Vienne (1312) und dem Konzil von Trient (1545) und ist bislang unveröffentlicht. Seit 1975 hatte Josef Leinweber einen Lehrauftrag, seit 1976 die Professur für Alte Kirchengeschichte, Patristische Theologie und Christliche Archäologie an der Theologischen Fakultät in Fulda inne. Zugleich versah er den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte und Kirchliche Kunst und Denkmalpflege. Daneben unterrichtete Josef Leinweber auch am Katholisch-Theologischen Seminar in Marburg. Neben dieser umfangreichen Lehrtätigkeit nahm Josef Leinweber zahlreiche kirchliche und wissenschaftliche Aufgaben wahr. Trotz dieser vielfältigen Verpflichtungen entstand ein umfangreiches wissenschaftliches Werk (zusammengestellt in: Josef Leinweber 1940-1992, Fuldaer Hochschulschriften 21, Frankfurt am Main 1993). |
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