Institut Bibliotheca Fuldensis
                                                                                                                                                                                           

Eduard-Schick-Platz 5
36037 Fulda

Leitung:
Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris
Lehrstuhl für Lateinische Philologie des Mittelalters
Ludwig-Maximilians-Universität München 
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Tel. 089 / 21 80 - 23 92
aris@lmu.de
bibliothecafuldensis@thf-fulda.de
 

Wissenschaftliche Assistentin: Dr. Regina Pütz                                                                

 

Hrabanus Maurus überreicht, geführt von seinem Lehrer Alkuin von York, Bischof Otgar von Mainz sein Werk "De laudibus sanctae crucis" Codex Wien, Österreichische Nationalbibliothek 652

Wissenschaftlicher Beirat:
Prof. Dr. Herrad Spilling                                                                                                   
Dr. Berthold Jäger                                                                                                                                                      
Prof. Dr. Theo Kölzer

Das Institut Bibliotheca Fuldensis verfolgte über die laufenden wissenschaftlichen Arbeiten und Kontakte hinaus im Berichtszeitraum vor allem vier Projekte: 

1. Die Vervollständigung der Sammlung hochwertiger fotografischer Reproduktionen der ehemals fuldischen Handschriften zusammen mit der diese Handschriften bearbeitenden wissenschaftlichen Literatur.

 2. Die Veröffentlichung des Basler Bestandes
Frau Dr. Regina Pütz hat das von ihr während ihrer hauptamtlichen Tätigkeit für das Institut zusammengestellte Material inzwischen unter zwei Hinsichten aufgearbeitet und für die Publikation vorbereitet. Die ehemals fuldischen heute in Basel aufbewahrten Handschriften wurden in Anlehnung an die DFG-Richtlinien zur Handschriftenkatalogisierung vollständig beschrieben. Bisher nicht edierte Texte wurden vollständig transkribiert und zur Edition vorbereitet. Darüber hinaus wurde die Geschichte des Basler Bestandes untersucht, um zu klären, wann und auf welchem Wege, die fuldischen Handschriften ihrer ursprünglichen bibliothekarischen Heimat entfremdet wurden.

 3. Die Sammlung, Rekonstruktion und Veröffentlichung der ehemals fuldischen Bibelhandschriften durch den Arbeitskreis.
Für die Dokumentation der ehemals fuldischen Bibeltexte fehlen zur Zeit noch die Reproduktionen zahlreicher Fragmente, die noch von Bucheinbänden in Kassel abgelöst und fotografisch dokumentiert werden müssen. Aus der Zusammenführung dieses Materials kann nicht nur näherer Aufschluss über die in Fulda verwendeten Bibelausgaben erwartet werden, sondern auch über die Zerstreuung der Klosterbibliothek, lassen sich doch aus der Zweitverwendung der Handschriften Aufschlüsse über den Weg der Handschriften von der Klosterbibliothek in die heutigen Archive und Bibliotheken gewinnen.

 4. Die Veröffentlichung der im Staatsarchiv Marburg aufbewahrten Handschriftenfragmente aus ehemals fuldischen Handschriften im Internet in einer Kooperation zwischen dem Staatsarchiv Marburg, dem Bildarchiv Foto Marburg, der Theologischen Fakultät Fulda und dem Institut "Bibliotheca Fuldensis".
Ähnlich wie die Dom- und Diözesanbibliothek Köln beschreitet auch das Hessische Staatsarchiv Marburg neue Wege zur Erschließung seiner Bestände. Durch die Bereit­stellung hochwertiger digitalisierter Aufnahmen der Handschriften bzw. Handschriftenfragmente im Internet wird Benutzern unabhängig vom Aufbewahrungsort der jeweiligen Handschrift die Möglichkeit gegeben, mit dem Objekt zu arbeiten. Knappe Katalogisierungen bzw. Transkriptionen erschließen die jeweils abgebildete Handschrift und geben Hinweise auf die bisher dazu veröffentlichte wissenschaftliche Literatur. In dieser Weise sind die deutschsprachigen Fragmente des Marburger Bestandes im Internet verfügbar. Entsprechend sollen die Fragmente ehemals fuldischer Handschriften rasch einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Sie werden über das Internetportal der "Bibliotheca Fuldensis" erreichbar sein. Auf diese Weise würde die räumliche Rekonstruktion der mittelalterlichen Klosterbibliothek durch eine virtuelle Rekonstruktion ergänzt. Der Arbeitskreis hat mit der Transkription und Untersuchung der in Marburg aufbewahrten fuldischen Fragmente begonnen.

 Aufgrund der noch gemeinsam mit Prof. Dr. Gangolf Schrimpf geleisteten Vorarbeiten wurde die Edition von drei Fragmenten vorbereitet, die einen Kommentar zu "De nuptiis Philologiae et Mercurii" des Martianus Capella überliefern (StA Marburg s.n.).

Unsere Sponsoren: Förderkreis der Theologischen Fakultät Fulda e.V.

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