Bericht: Neuer Ort – neue Chancen!

Bei einem Treffen der Studierenden der Theologischen Fakultät Fulda mit Bischof Dr. Michael Gerber am 11.11.2020 wurden wichtige Chancen, aber auch Sorgen und Fragen bezüglich des kommenden Standortwechsels des Magisterstudiengangs nach Marburg besprochen.

Wie es mit der Theologischen Fakultät Fulda weitergeht, ist spätestens nach der Eröffnungsakademie zum Wintersemester 2020/21 klar. Nach einigen Unsicherheiten in den vergangenen Monaten stellte Professor Bernd Dennemarck, Rektor der Theologischen Fakultät, klar: „Spätestens zum Wintersemester 2022/23“ werde das Lehrangebot für den Magisterstudiengang in Marburg stattfinden.

Für viele der Studierenden kam diese Entscheidung überraschend. Um die Chancen und Herausforderungen der Umstrukturierung zu vermitteln und die Sorgen und Fragen der Studierenden zu klären, hat sich Bischof Gerber mit der Studierendenschaft der Fakultät digital getroffen.

Bereits in den vergangenen Jahren, so der Bischof, seien die Einnahmen durch die Kirchensteuer massiv zurückgegangen. Durch die Corona-Pandemie werde dieser Trend wahrscheinlich weiter verstärkt. Die geringeren Einnahmen, zusammen mit der deutschlandweit sinkenden Zahl an Magisterstudierenden, stelle den Bischof vor das Problem, die Notwendigkeit der Theologischen Fakultät zu begründen.

Der Umstrukturierungsprozess soll dem entgegenwirken. In Marburg gebe es, Bischof Gerber zufolge, völlig neue Chancen, in den offenen Diskurs der verschiedenen Weltanschauungen einzutreten. Da bislang die Ausbildung der Religionslehrer*innen in Marburg stattfindet, biete sich eine gute Anschlussfähigkeit an den Standort. Auch eröffneten sich neue Möglichkeiten für die Lehramtsstudierenden in Zukunft ihre theologischen Interessen einfacher verfolgen zu können, da das Lehrangebot am Standort Marburg durch die Umstrukturierung erheblich ausgeweitet wird. Außerdem sei es schon einige Male vorgekommen, dass Lehramtsstudierende in den Magisterstudiengang gewechselt haben. Auch das werde durch den Standortwechsel erheblich erleichtert.

Im Rahmen der anstehenden Reakkreditierung des Magisterstudiengangs biete Marburg auch die Möglichkeit, einfacher Verknüpfungen und Kooperationen mit anderen Fächern und Fachbereichen einzugehen. Gerade für die Theologie, die ohnehin interdiziplinär angelegt ist, stelle das einen entscheidenden Vorteil dar.

Am Standortwechsel hängen aber auch ganz praktische Fragen und Unsicherheiten für die Studierenden, die im Gespräch mit dem Bischof angesprochen wurden: Wie wird die Finanzierung aussehen? Wird es Zugang zu Semesterticket und Mensa geben? Diese Fragen sind zwar offengeblieben, aber Bischof Gerber stellt sicher, dass sie berücksichtigt und geklärt werden.

In Zukunft, so der Bischof, werden die Studierenden auch mit in den Prozess der Neuordnung und Umstrukturierung einbezogen. So ist bereits das nächste Gespräch, in dem aktuelle Entwicklungen erklärt und Fragen gestellt werden können, geplant. (JT)

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